Storchenprojekt – BUND Aulendorf


28. Oktober 2011

Lebensraum Storch, naturnahe Schussen & Steeger See – Ein Lebensraum für Mensch, Tier und Pflanze? Mittwoch 2.11.2011, 20 Uhr im Gasthaus Rad, Ritterkeller

Category: Allgemeines – admin – 07:22

Die Interessengemeinschaft „Naturnahe Schussen“ möchte den Lebensraum an der Schussen für Menschen, Pflanzen und Tiere verbessern. Auch der Lebensraum für die Aulendorfer Störche sollte sich verändern. Bisher hatte die Stadt Aulendorf für die Renaturierung der Schussen kein Geld. Jetzt, nachdem die Verträge mit dem Wohnmobilhersteller Carthago unterschrieben sind, hat sich auf einmal sehr viel getan. Die Planung ist schon weit fortgeschritten. Diese Pläne werden vorgestellt und diskutiert.
Es gibt auf einmal große Vorbehalte gegen den Naturschutz und den Lebensraum an der Schussen, warum? Es werden große Ängste mit Schnakenplage und Überflutung des Steeger See unterbreitet, was stimmt?

Die Interessengemeinschaft besteht aus dem DAV-Aulendorf, dem Fischerei- und Naturschutzverein, dem BUND Aulendorf und möchte mit Ihnen, liebe Bürgerinnen und Bürger, das Thema diskutieren. Im Dialog wollen wir die verschiedenen Interessen beleuchten und konstruktive Lösungen anstreben. Deshalb laden wir die Bürger am Mittwoch den 2.11.2011 um 20 Uhr in Gasthaus Rad recht herzlich ein.

14. September 2011

Pressebericht der Schwäbischen Zeitung vom 7.9.11

Category: Presse – Georg Steinhauser – 10:07

4. September 2011

Hat am 3. September die Störchin Aulendorf auch verlassen?

Category: Allgemeines – Georg Steinhauser – 20:10

Der Störchin schien es hier allein auch nicht mehr zu gefallen. Am 3. September wurde sie erstmals nicht mehr gesehen. Ob sie Richtung Winterquartier aufgebrochen ist (vermutlich wie in den Vorjahren nach Südspanien)?. Wir wünschen eine gute Reise, eine gesunde Wiederkehr im nächsten Frühjahr und hoffen auf ein erfolgreicheres Storchenjahr 2012.

Anmerkung am 6.9.11: Die Störchin ist doch noch da. Heute habe ich sie bei der Futtersuche in den Schussenwiesen beobachtet, bei einbrechender Dunkelheit ist sie gestern und heute auch zur Übernachtung zum neuen Nest zurückgekehrt.

Anmerkung am 14.9.11: Die Störchin war letztmals vom 10. auf 11.9. auf dem neuen Nest, seither fehlt jegliche Spur. Auch sie dürfte jetzt endgültig abgereist sein.

 

3. September 2011

Hat das Storchenmännchen Aulendorf am 30. August verlassen?

Category: Allgemeines – Georg Steinhauser – 09:14

Am 30. August waren frühmorgens noch beide Störche im neuen Nest zu sehen, nachmittags sass die Störchin erstmals allein auf einem Lichtmasten direkt über dem Bahnsteig des Aulendorfer Bahnhofs. Ihr Partner hat offensichtlich an diesem Tag Aulendorf verlassen. Wohin ist er geflogen? Ging die Reise Richtung Spanien oder flog er wie vermutet nur ins Elsass, um dort den Winter zu verbringen? Da er unberingt ist, kann darüber nur spekuliert werden.

Störchin am 30. Augst erstmals allein

22. August 2011

Erntearbeiten bieten üppige Nahrungsquellen

Category: Allgemeines – Georg Steinhauser – 18:23

Die Störche leben derzeit wie im Schlaraffenland. Häufig folgen sie den Traktoren, da bei den Erntearbeiten allerhand Kleingetier aufgescheucht wird. So können sich die Störche für den bald bevorstehenden Flug ins Winterquartier stärken und haben noch genügend Zeit, auf ihrem Lieblingsplatz (Bahnlampen in der Nähe des Stellwerks – siehe Bildergalerie!) abzusitzen. Die Nächte verbringen sie nach wie vor im neuen Nest, tagsüber tauchen sie hier nur sehr selten auf.

 

26. Juli 2011

Storchenpaar ist noch präsent

Category: Allgemeines – Georg Steinhauser – 19:17

Auch nach dem Tod aller Jungstörche ist das Aulendorfer Storchenpaar fast täglich auf ihrem neuen Nest und bei der Futtersuche im Schussenbereich zu sehen. Bei den beiden letzten Toten wurde im Magen ebenfalls ein trockener Futterwickel festgestellt, der teilweise Grasfasern enthielt. Die unterversorgten Jungstörche hatten offensichtlich unverdauliches Nistmaterial gefressen, um ihren Hunger zu stillen. Die Storcheneltern – besonders das unberingte Männchen – haben sich eindeutig zu wenig um die Versorgung ihres Nachwuchses gekümmert. Durch die anhaltend warme und trockene Witterung in den Monaten Mai und Juni gab es zwar kaum Regenwürmer, dafür war aber das Mäuseangebot weit überdurchschnittlich. So war insgesamt gesehen 2011 in Oberschwaben ein gutes Storchenjahr. Auch das Turmfalkenpaar im Aulendorfer Schloss hat alle sechs Küken durchgebracht. Die Fütterung der Eltern muss so ausgiebig gewesen sein, dass sogar eine Maus unangetastet am Einflugloch vertrocknete. Die Jungfalken sind bereits alle flügge und tummeln sich häufig im Schlossnest oberhalb ihres Nistkastens.

Nachdem die Altstörche noch hier sind, werden sie vermutlich auch im nächsten Jahr das neue Nest wieder besetzen. Erfreulich ist, dass im Zusammenhang mit der Ansiedlung des Wohnmobilherstellers Carthago als Ausgleichsmassnahme die Schussenrenaturierung in Angriff genommen wird. Die Nahrungsquellen für die Störche werden damit wesentlich verbessert. Wenn das Storchenpaar dann noch etwas mehr Fürsorge zeigt, dürfte der Storchennachwuchs in Aulendorf künftig wesentlich bessere Chancen haben.

Storchenpaar im Schussenbereich

8. Juni 2011

Die toten Jungstörche wurden am 6. Juni aus dem Nest geholt

Category: Allgemeines – Georg Steinhauser – 15:44

Der Tod der beiden Jungstörche ist für uns nicht nachvollziehbar und gibt uns einige Rätsel auf. Offensichtlich waren sie in einem ordentlichen Nährzustand, auch wenn sich das Storchenmännchen zu wenig um die Versorgung des Nachwuchses kümmerte. War eine Krankheit schuld wie bei dem bereits am 28. Mai aus dem Nest geworfenen Küken (gestörte Magen-Darmpassage als mögliche Todesursache)?
Am 6. Juni hat die freiwillige Feuerwehr Aulendorf mit Hilfe der Drehleiter die beiden toten Jungstörche aus dem Nest geholt und zur Untersuchung ins Tierärztliche Institut gebracht. Der Befund liegt noch nicht vor. Bei dieser Gelegenheit konnte ich auch den Eigenbau der Störche genauer ansehen. Das Nest ist sorgfältig gebaut und in einem sehr guten Zustand, unsere Störche waren tadellose Baumeister. Nach wie vor bin ich überzeugt, dass das neue Nest von der Lage her für die Störche besser geeignet ist als der höher gelegene Schlosshorst. Auch aus diesem Grunde war es sinnvoll, die toten Jungstörche aus dem Nest zu entfernen. Damit vergrößert sich die Chance, dass das Nest auch im nächsten Jahr von einem Storchenpaar besetzt wird. Auch wenn Aulendorf kein guter Standort für Störche zu sein scheint, werden 2011 in Oberschwaben überdurchschnittlich viele Jungstörche flügge. Uns bleibt die Hoffnung auf ein erfolgreicheres Jahr 2012.

3. Juni 2011

Eine traurige Nachricht: alle Jungstörche sind tot!

Category: Allgemeines – Georg Steinhauser – 11:54

Obwohl die verbliebenen zwei Jungstörche am 30. Mai noch einen munteren Eindruck machten (siehe Bildergalerie!), haben sie den Monatswechsel nicht überlebt. Ursächlich hierfür dürfte das Fehlverhalten der Altstörche gewesen sein, die ihren Nachwuchs ungeschützt der Regennacht aussetzte, obwohl deren Federkleid den Regen noch nicht abweisen kann. Völlig durchnässt starben die Jungvögel vermutlich an Unterkühlung, obwohl die Nacht nicht extrem kalt war. Mehrfach wurde auch beobachtet, dass der Altstorch zur Versorgung der Jungstörche nicht viel beitrug. Er zeigte keine große Fürsorge. Manchmal war er stundenlang abwesend und brachte trotzdem kein Futter für die Jungen mit. Das kann nicht allein darauf zurückgeführt werden, dass die Nahrungsquellen nicht allzu üppig sind und die anhaltende Trockenheit die Nahrungssuche zusätzlich erschwerte. Das Verhalten der Altstörche kann auch nicht auf eine Unerfahrenheit des Storchenpaares geschoben werden. Der Storchenmann ist immerhin schon das vierte Jahr in Aulendorf, die Störchin das dritte Jahr. Bei der wiederum nicht erfolgreichen Aufzucht wird das Storchenpaar vermutlich auch ihrem Eigenbau den Rücken kehren. Nach dem Tod aller Jungstörche entfällt nicht nur die Beringung, sondern auch die im Anschluss daran im Schlosscafé Engel vorgesehene Information über die Wiederansiedlung der Störche.

Ist die Trauer des Storchenpaares über den Tod ihres Nachwuchses schon beendet? Heute gegen Abend zeigten sie sich erstmals wieder zusammen im Schlossnest. Sie waren kurz mit dem Herrichten beschäftigt (ein Grasbüschel wächst im Nest!), flirteten miteinander, bevor sie es direkt hintereinander wieder verliessen (siehe 3 Bilder in der Bildergalerie).

3.6.11: ein Altstorch bedeckt die toten Jungvögel

30.5.11: noch 2 muntere Jungstörche

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