Trotz langer Beobachtung vom Kirchturm aus konnte ich heute nicht eindeutig klären, ob noch ein viertes Küken geschlüpft ist oder noch ein Ei im Nest liegt. Wenn ich alle aufgenommenen Bilder am Computer detailliert betrachte, bin ich mir ziemlich sicher, dass zwar noch ein viertes Küken geschlüpft, dieses oder ein anderes aber bereits tot ist. Jedenfalls haben an den Fütterungen durch die Störchin und nach Ablösung durch den Storch jeweils nur drei Jungstörche teilgenommen. Drei Jungstörche sind auch genug, weitere hätten ohnehin keine Überlebenschance. Die drei haben ihre erste Lebenswoche gut überstanden, haben offensichtlich schon ordentlich zugelegt. Links und rechts sind die beiden am 30. April geschlüpften Küken zu sehen, das am 2. Mai geschlüpfte mittlere Küken ist noch etwas kleiner und wird es schwer haben, den Anschluss nicht zu verlieren.
Die 32-tägige Brutzeit der Störche ist um die Monatswende zu Ende gegangen. Am 30.April/1. Mai sind die beiden ersten Storchenküken geschlüpft. Am 3. Mai waren beim Blick vom Kirchturm wie erwartet bereits drei Küken zu erkennen. Ein oder zwei Küken könnten in den nächsten Tagen noch dazukommen, dann ist die Storchenfamilie komplett. Mit der Aufzucht des Nachwuchses beginnt jetzt der spannendste Abschnitt des Storchenjahres. Wir hoffen, dass das Wetter einigermassen mitspielt und sich das Storchenmännchen dieses Jahr intensiver bei der Futtersuche beteiligt. Die geschütztere Lage des neuen Nestes könnte auch dazu beitragen, dass nach 2008 und 2009 endlich mal wieder ein oder zwei Jungstörche flügge werden. Leider hat sich die Installierung der neuen Livekamera durch technische Probleme verzögert. Wir hoffen aber, dass in den nächsten Tagen die Live-Beobachtung des neuen Nestes möglich wird.
Beim heutigen Blick vom Kirchturm waren im Storchengelege deutlich drei Eier zu sehen. Bei der Brutablösung und beim Wenden der Eier schienen es aber bereits vier zu sein. Da sie dicht beieinander liegen, ist die Anzahl auf den Fotos nicht eindeutig zu erkennen. Auf jeden Fall wären es bereits genug, denn mehr als ein bis zwei Jungstörche werden ohnehin nicht durchkommen.