BUND Aulendorf – Storchenprojekt


13. Juni 2009

Beringung des Jungstorches am 16. Juni um 17 Uhr

Category: Störche – Georg Steinhauser – 17:55

jungstorch-vor-beringungVon den ursprünglich vier Aulendorfer Jungstörchen hat wie im Vorjahr leider nur einer überlebt. Auch er schwächelte bereits und man musste befürchten, dass auch er sein kurzes Leben aushauchen würde. Erfreulicherweise überstand er diese kritischen Situationen, entwickelte sich seither recht gut und trainiert bereits die ersten Flügelschläge. Sorgen bereitet aber immer noch, dass er nach recht lebhaften Phasen auch oft fast regungslos im Nest liegt. Er soll nun von Frau Ute Reinhard, der Storchenbeauftragten des Regierungspräsidiums Tübingen, am 16. Juni um 17 Uhr beringt werden. Ich bin froh darüber, dass der ursprünglich geplante Termin wenigstens um ein paar Tage vorgezogen werden konnte, denn der Schnabel des Kleinen scheint mir doch etwas verklebt zu sein. Da die Feuerwehr mit der Drehleiter an den hoch gelegenen Schlosshorst nicht herankommt, wird sie den Jungstorch mit Hilfe von Leitern in den Giebelzwischenraum herunterholen und nach Beringung, Wiegen, Reinigen des Schnabels wieder ins Nest zurückbringen. Dies ist möglich, da sich Jungstörche durch angeborenes Verhalten dabei tot stellen. Die Altstörche fliegen weg, bevor das Nest erreicht wird. Sie attackieren nicht, beobachten die Prozedur aus der Nähe und kehren danach wieder zum Horst zurück. Ein Jungstorch wird nach etwa zwei Monaten flügge, dann kann wie beim nicht markierten Altstorch keine Beringung mehr durchgeführt werden. Bei der Beringung wird auch der noch im Nest liegende tote Jungstorch entfernt, der den Gewitterregen am 6. Juni nicht überstanden hat. Er war vermutlich bereits zu schwer, um von den Storcheneltern aus dem Nest geworfen zu werden, so wie es bei den ersten zwei der Fall war. Bei vielen Beringungen müssen tote Vögel entfernt werden. Da Störche auch Aasfresser sind und entsprechende Abwehrkräfte haben, sind die anderen Jungstörche dadurch nicht gefährdet.
Auch wenn die eigentliche Beringung im Giebelzwischenraum von der Straße aus nicht einsehbar ist und auch nicht von der Storchenkamera eingefangen werden kann, dürfte für Beobachter vor Ort und im Internet das Herunterholen und Zurückbringen des Jungstorches recht interessant sein. Hoffentlich spielt das Wetter mit. Dann kann anschliessend die erfolgreiche Beringung im Garten des Schlosscafés Engel gefeiert werden. Die Familie Engel wird hierzu wieder ein passendes Ambiente schaffen und jeder Gast erhält ein Foto, das die Entwicklung des Jungstorches in verschiedenen Phasen vom Schlüpfen bis zur Beringung zeigt.

7. Juni 2009

Kämpft der letzte Jungstorch um sein Leben?

Category: Störche – Georg Steinhauser – 19:42

Der letzte Jungstorch kränkeltSeit heute Nachmittag ist leider auch mit dem einzigen noch verbliebenen Jungstorch irgend etwas nicht in Ordnung. Teilweise hat man den Eindruck, dass er sein kurzes Leben aushaucht, dann rappelt er sich wieder hoch. Jedenfalls sieht es nicht gut aus. Ein Altstorch scheint Wache zu halten und sitzt seit Stunden neben ihm im Nest, was bislang noch nie der Fall war. Was ist passiert? Die Jungstörche hatten mit den Unwettern doch schwierige Situationen gut überstanden. Da liegt die Vermutung nahe, dass mit der Nahrung etwas nicht in Ordnung war. Wir können nur hoffen, dass er diese kritische Situation meistert. Es wäre jammerschade, wenn auch der letzte Jungstorch hinweggerafft würde.

Spätere Anmerkung: mit großer Freude habe ich um 20.15 Uhr beim Partnerwechsel gesehen, dass der Jungstorch wieder recht lebhaft Nahrung aufgenommen hat. Das nährt die Hoffnung, dass er vielleicht das Schlimmste bereits überstanden hat …… Morgen früh werden wir mehr wissen!

6. Juni 2009

Ist ein weiterer Jungstorch tot?

Category: Störche – Georg Steinhauser – 21:15

nach-gewitter-am-06.06.09Der Blick ins Storchennest stimmt mich traurig. Bereits tagsüber zeigte ein Jungstorch wenig Leben. Beim Gewitter heute Abend suchte er erst sehr spät den Schutz unter dem Altstorch. In der letzten Stunde schien er sich nicht mehr zu bewegen. Der Blick auf ihn ist allerdings durch den anderen Jungstorch etwas versperrt. Leider besteht aber nur noch wenig Hoffnung. Wer hat ähnliche oder andere Erkenntnisse gewonnen?

5. Juni 2009

Kinder haben kreative Ideen und spenden für das Storchen-Schussen-Projekt

Category: Spenden – Bruno Sing – 12:23

aktion_flohmarktNachdem Lisa (11 Jahre) und Johanna (9 Jahre) bei der naturkundlichen Führung am Pfingstmontag an der Schussen dabei waren, überlegten sie, wie kann man die Störche unterstützen. Sie stellten Holundersirup her und richteten Materialien für einen Flohmarkt zusammen. Der Verkauf auf dem Aulendorfer Wochenmarkt war erfolgreich und sie konnten anschließend 60,25 Euro  dem BUND-Vorsitzenden Bruno Sing als Spende für das Storchen-Schussen-Projekt übergeben. Dieser freut sich über die kreative Aktion und hofft auf viele Unterstützer.

30. Mai 2009

Bericht der Schwäbischen Zeitung vom 30. Mai 2009

Category: Presse – Georg Steinhauser – 17:12

sz-bericht-30.05.09

Von den vom 9. bis 11. Mai geschlüpften vier Storchenküken haben nur zwei überlebt. Bleibt zu hoffen, dass wenigstens diese zwei Jungstörche durchkommen und in der ersten Juni-Hälfte beringt werden können .

„Personalausweis“ der Altstörche:

Storch: unberingt, Herkunft und Alter deshalb unbekannt.

Störchin: Ring rechts mit der Nr. A5398, geschlüpft 2006 in Denkingen bei Pfullendorf. Im Vorjahr hat sie in Bad Buchau gebrütet. 4 Küken schlüpften, 3 starben jedoch frühzeitig, da es bei der Aufzucht Probleme gab. Ihr Partner war durch Krankheit geschwächt und konnte nur wenig zur Versorgung der Küken beitragen. Letztlich musste er eingefangen sz-bild-30.05.09und mit dem verbliebenen Nestling in der Storchenstation bei Salem aufgepäppelt werden. Nach diesen schlechten Erfahrungen suchte die Störchin vermutlich einen neuen Horst.

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