BUND Aulendorf


29. Juni 2009

Es war also doch kein verfrühter Jungfernflug

Category: Störche – Georg Steinhauser – 21:43

Auf meinen Bericht von heute Morgen hat sich „sunny“ gmeldet, dass das von ihm ins Internet gestellte Bild mit dem leeren Nest eine Fotomontage und nur ein kleiner Scherz gewesen sei. Über solche Spässe kann ich natürlich nicht lachen. Sie sind schlichtweg im höchsten Maße unfair und können einem die ganze Arbeit ganz schön vermiesen. Für mich war auch klar, dass der Erstausflug nach allen Erfahrungen zumindest um eine Woche zu früh kam, man hat aber schon manche Überraschungen erlebt. Im Regelfall werden die Jungstörche nach 56-63 Tagen flügge. Da Jungstorch Andi am 9. Mai geschlüpft ist, wäre das im Zeitraum vom 4.-11. Juli. Nach dem bisherigen Verhalten von Andi tippe ich eher auf einen späten Termin.

Im Interesse aller Internetbesucher und unserer aktuellen Berichterstattung bitte ich künftig auf derartige Spässe und Fotomontagen zu verzichten. Oder wie sehen das die zahlreichen Storchenfans?

Jungstorch Andi überrascht mit frühem Jungfernflug

Category: Störche – Georg Steinhauser – 09:32

FlügeltrainingDer am 16. Juni beringte Jungstorch Andi trotzt allen bisherigen Erfahrungswerten. Nach überstandener Schwächeperiode entwickelte er sich in letzter Zeit zwar recht gut. Es war aber nicht anzunehmen, dass er vor dem 10. Juli erstmals den Horst verlassen würde, zumal er meist sehr träge im Nest lag und seine Flügel nicht allzu oft trainierte. Bisweilen hinterliess er einen recht traurigen Eindruck, wenn er bei dem häufigen Regen wie ein begossener Pudel im Nest hockte. Um so größer war die Überraschung, als die Live-Kamera am Abend des 27. Juni für kurze Zeit ein verlassenes Nest aufzeichnete. Offensichtlich unbemerkt hat Andi überraschend früh den Jungfernflug gewagt und den Rückflug zum Nest geschafft. Trotz intensiver Beobachtung gelang es mir bisher nicht, ihn bei einem weiteren Ausflug zu beobachten. Im Gegenteil, am 28. Juni spielte Andi abends mal wieder „toter Vogel“. Zur Beobachtung weilte ich über eine Stunde auf dem Kirchturm. Die gesamte Zeit lag er unbeweglich da und hatte seinen Kopf flach auf den Nestboden gelegt. Ich befürchtete das Schlimmste und war froh, als ihn später die Live-Kamera wieder mit erhobenem Kopf zeigte. Die vorhergesagten kommenden warmen Tage werden ihn aber sicher „beflügeln“ und zu täglichen Ausflügen animieren. Bis zum Abflug ins Winterquartier Anfang August hat er ja noch genügend Zeit. Oder gilt für Andi dieser Erfahrungswert ebenfalls nicht?

18. Juni 2009

Bericht der Schwäbischen Zeitung vom 18. Juni 2009

Category: Presse – Georg Steinhauser – 09:54

SZ-Bericht-18.06.09SZ-Bild-18.06.09Auszug aus dem Pressebericht:

Am linken Bein trägt Jungstorch „Andi“ jetzt einen Ring mit der Nummer A 9333. Der Jungstorch war in guter Verfassung. Spätestens in vier Wochen sollte er flügge sein. Pate des kleinen Storchs ist die Klasse 1c der Grundschule Aulendorf mit ihrer Klassenlehrerin Petra Guddat. Die Kinder tauften den Storch auf den Namen „Andi“ nach dem Kinderbuch „Andi Adebar, der Storch“.

Spendengelder sind nötig: Bürgermeister Matthias Burth bedankte sich für den Einsatz bei der Wiederansiedlung der Störche in Aulendorf, und BUND-Vorsitzender Bruno Sing wies auf das Projekt Renaturierung der Schussen und die in Form von Nistkästen aufgestellten Spendenboxen hin.

17. Juni 2009

Jungstorch Andi hat seinen Personalausweis

Category: Störche – Georg Steinhauser – 06:34

storch-andiMitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Aulendorf holten am 16. Juni den kleinen Storch aus dem Nest, damit ihn Ute Reinhard, Storchenbeauftragte vom Regierungspräsidium Tübingen, im Giebelzwischenraum am linken Bein mit dem Ring Nr. A9333 markieren konnte. Der Jungstorch war in guter Verfassung und brachte ordentliche 2,7 kg auf die Waage. Sein Schnabel war im Gegensatz zum vorjährigen Jungstorch Florian in einem recht sauberen Zustand. Nach dieser ganzen Prozedur setzte ihn die Feuerwehr wieder in sein Nest, das bei dieser Gelegenheit auch gesäubert wurde. Die Reste des nach dem Gewitterregen am 6. Juni verendeten Jungstorches waren mittlerweile bereits von den Storcheneltern aus dem Nest geworfen worden. Der beringte Jungstorch ist jetzt über fünf Wochen alt, die größten Gefahren sind für ihn damit vorbei und spätestens in vier Wochen sollte er flügge sein. Pate des kleinen Storchs ist die Klasse 1c der Grundschule Aulendorf. Diese taufte ihn auf den Namen Andi nach dem Kinderbuch „Andi Adebar, der Storch“.
2-beringungZahlreiche Schaulustige beobachteten das Herunterholen und Zurückbringen des Jungstorches von der Straße aus und im Schlossgarten des Café Engel, wo die Kamerabilder mit Laptop und Beamer auf eine Leinwand übertragen wurden. Hier wurde anschliessend die reibungslos verlaufene Beringung gefeiert. Bürgermeister Burth bedankte sich für den Einsatz bei der Wiederansiedlung der Störche in Aulendorf, Storchenvater Georg Steinhauser gab einen kurzen Überblick über den bisherigen Verlauf und BUND-Vorsitzender Bruno Sing wies auf das Projekt Renaturierung der Schussen und auf die in Form von Nistkästen aufgestellten Spendenboxen hin. Die zur Verbesserung der Nahrungsquellen notwendige Ausweitung der Feuchtgebiete kann nur mit Hilfe von Spendengeldern realisiert werden. Die ausgelegten Storchenfotos wurden von den Besuchern gerne angenommen.

Weitere Bilder von der Storchenberingung werden in die Bildergalerie aufgenommen.

13. Juni 2009

Beringung des Jungstorches am 16. Juni um 17 Uhr

Category: Störche – Georg Steinhauser – 17:55

jungstorch-vor-beringungVon den ursprünglich vier Aulendorfer Jungstörchen hat wie im Vorjahr leider nur einer überlebt. Auch er schwächelte bereits und man musste befürchten, dass auch er sein kurzes Leben aushauchen würde. Erfreulicherweise überstand er diese kritischen Situationen, entwickelte sich seither recht gut und trainiert bereits die ersten Flügelschläge. Sorgen bereitet aber immer noch, dass er nach recht lebhaften Phasen auch oft fast regungslos im Nest liegt. Er soll nun von Frau Ute Reinhard, der Storchenbeauftragten des Regierungspräsidiums Tübingen, am 16. Juni um 17 Uhr beringt werden. Ich bin froh darüber, dass der ursprünglich geplante Termin wenigstens um ein paar Tage vorgezogen werden konnte, denn der Schnabel des Kleinen scheint mir doch etwas verklebt zu sein. Da die Feuerwehr mit der Drehleiter an den hoch gelegenen Schlosshorst nicht herankommt, wird sie den Jungstorch mit Hilfe von Leitern in den Giebelzwischenraum herunterholen und nach Beringung, Wiegen, Reinigen des Schnabels wieder ins Nest zurückbringen. Dies ist möglich, da sich Jungstörche durch angeborenes Verhalten dabei tot stellen. Die Altstörche fliegen weg, bevor das Nest erreicht wird. Sie attackieren nicht, beobachten die Prozedur aus der Nähe und kehren danach wieder zum Horst zurück. Ein Jungstorch wird nach etwa zwei Monaten flügge, dann kann wie beim nicht markierten Altstorch keine Beringung mehr durchgeführt werden. Bei der Beringung wird auch der noch im Nest liegende tote Jungstorch entfernt, der den Gewitterregen am 6. Juni nicht überstanden hat. Er war vermutlich bereits zu schwer, um von den Storcheneltern aus dem Nest geworfen zu werden, so wie es bei den ersten zwei der Fall war. Bei vielen Beringungen müssen tote Vögel entfernt werden. Da Störche auch Aasfresser sind und entsprechende Abwehrkräfte haben, sind die anderen Jungstörche dadurch nicht gefährdet.
Auch wenn die eigentliche Beringung im Giebelzwischenraum von der Straße aus nicht einsehbar ist und auch nicht von der Storchenkamera eingefangen werden kann, dürfte für Beobachter vor Ort und im Internet das Herunterholen und Zurückbringen des Jungstorches recht interessant sein. Hoffentlich spielt das Wetter mit. Dann kann anschliessend die erfolgreiche Beringung im Garten des Schlosscafés Engel gefeiert werden. Die Familie Engel wird hierzu wieder ein passendes Ambiente schaffen und jeder Gast erhält ein Foto, das die Entwicklung des Jungstorches in verschiedenen Phasen vom Schlüpfen bis zur Beringung zeigt.

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